Vorzeitiger Samenerguss

Vorzeitiger Samenerguss – Was tun bei vorzeitigem Samenerguss?

Unter einem vorzeitigen Samenerguss versteht man die Unfähigkeit des Mannes, den Zeitpunkt seiner Ejakulation bewusst zu steuern. Dies kann bei jeder Form der Stimulation, nicht nur beim Geschlechtsakt mit der Partnerin auftreten Der in der Medizin verwendete lateinische Begriff für diese sexuelle Störung lautet Ejaculatio praecox.

Früher wurde sie als Ejakulationsstörung bezeichnet. Da die Ejakulation jedoch nicht gestört ist, sondern nur verfrüht stattfindet, nehmen viele Sexualmediziner von dieser Einordnung mittlerweile Abstand. In der klinischen Einordnung sprechen diese heute von einer Orgasmusstörung. In diese Kategorie zählt man auch stark verzögerte Orgasmusfähigkeit und die Unfähigkeit zum Orgasmus zu kommen. 25 – 40% aller Männer sind im Laufe ihres Lebens von vorzeitigen Samenergüssen betroffen.

Hiermit ist sie eine der häufigsten sexuellen Störung bei Männern. Man unterscheidet zwei Formen der Störung. Zum einen die Männer, die von den ersten sexuellen Erfahrungen an nicht in der Lage sind den Orgasmus zu kontrollieren und zum zweiten die Männer, die erst im fortschreitenden Alter die Kontrolle über den Zeitpunkt des Ergusses verlieren.

Nach statistischen Auswertungen lasst sich etwa 10 – 20 % der männlichen Bevölkerung ärztlich behandeln. Die einzige sexuelle Störung des Mannes, die häufiger ärztlich behandelt wird, ist die erektile Dysfunktion. Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte der betroffenen Männer keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Ursache hierfür ist oftmals, dass die jeweiligen Partnerinnen selbst wenig sexuelles Interesse haben und den vorzeitigen Erguss ihres Partners nicht als störend empfinden, einige Frauen sind wegen fehlender sexueller Lust sogar mit dem frühen Erguss des Mannes sehr glücklich. Andere Paare haben für sich geeignete Wege gefunden, mit dem frühen Erguss des Mannes umzugehen und dennoch ein erfülltes Sexualleben zu haben. Der Leidensdruck dieser Männer ist dann so gering, dass die Scham wegen einer derart intimen Störung einen Arzt oder eine Beratungsstelle aufzusuchen nicht überwunden werden kann.